Hundekot auf Wiesen und Weiden entwickelt sich zunehmend zu einem ernsten Problem für die Landwirtschaft und führt immer öfter zu Streitigkeiten zwischen Landwirten und Hundehaltern. Das Hauptproblem liegt darin, dass der Kot eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Kühen, Schafen, Ziegen und Pferden darstellt. Im Hundekot können sich gefährliche Erreger und Parasiten befinden, wie beispielsweise der Einzeller Neospora caninum. Fressen Rinder Futter, das mit diesem Erreger verunreinigt ist, kann dies bei trächtigen Tieren zu Fehlgeburten führen. Da es bislang keinen Impfstoff oder wirksame Medikamente gegen diese Infektion gibt, ist der Schutz der Futterflächen die einzige wirksame Vorbeugung.
Neben den gesundheitlichen Risiken führt der Hundekot zu großen finanziellen Verlusten für die Landwirte. Rinder haben einen sehr feinen Geruchssinn und verweigern das Futter völlig, wenn es auch nur leicht mit Kot verschmutzt ist. Bei der mechanischen Ernte wird der Kot durch die Mähmaschinen oft sehr fein zerkleinert und in der gesamten Ernte verteilt. Dadurch werden auf einen Schlag riesige Mengen Futter unbrauchbar und müssen aufwendig entsorgt werden.
Hundehalter sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere auf fremden Grundstücken und Futterflächen sofort einzusammeln. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit hohen Bußgeldern geahndet werden kann.
Die richtige Entsorgung ist dabei ohne großen Aufwand möglich. Hundehalter können dafür handelsübliche Kotbeutel, kleine Schaufeln oder Zeitungspapier verwenden. Die verschlossenen Beutel gehören ausschließlich in den Restmüll oder in öffentliche Mülleimer, keinesfalls jedoch auf den Kompost oder in die Biotonne.
Bild (KI-generiert)








