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400 Jahre Juden in der Rhön

 

Große Geschichtsausstellung im Tanner Naturmuseum
 
Seit 400 Jahren lebten Juden in den Städten und Gemeinden der hessischen Rhön. Diese historische Spannweite umfasst die Ausstellung „400 Jahre Juden in der Rhön“, die vom 23. Juni bis 11. November 2017 im Naturmuseum zu Tann (Rhön) gezeigt wird. Sie reicht von dem Leben als Schutzjuden in der reichsritterschaftlichen Zeit, über die enttäuschten Hoffnungen mit Napoleon, die Phase zwischen bayerischem Judenedikt und I. Weltkrieg bis zum millionenfachen Mord an den Juden durch die Nationalsozialisten.
 
Nach der erfolgreichen Ausstellung „200 Jahre Emanzipation der Juden im Fuldaer Land“ im Jahre 2014 im Vonderau-Museum Fulda mit über 2000 Besuchern in nur fünf Wochen haben sich das Kuratorenteam Dr. Michael Imhof und Joachim Schulz mit der Gestalterin Viola Riesner die Fortsetzung der Thematik mit dem „Rhöner Landjudentum“ vorgenommen. Ein gewichtiger Teil der Ausstellung widmet sich der Religion als prägendem Element des jüdischen Alltags. Eindrucksvolle Exponate aus Judaica-Abteilungen lokaler Museen der Region Fulda, aus Hofgeismar, Kassel und Rotenburg a.d. Fulda von privaten Leihgebern und von Nachfahren Tanner Juden machen den Besuch der Ausstellung zu einem nachhaltigen Erlebnis. Großformatige Informationstafeln erläutern die Exponate und Dokumente. Historische Quellen lassen die Geschichte der Juden in der Rhön und ihre Zeit lebendig werden.
 
Im Rahmenprogramm werden Führungen durch die Ausstellung und vertiefende Vorträge zu Einzelaspekten wie auch Erkundungsgänge zu den Spuren jüdischen Lebens in Tann angeboten. Musikalische Veranstaltungen weiten den Blick auf die Vielfalt jüdischer Kultur auch in der Rhön:
 
- Jüdische Feiertage mit dem Frankfurter Rabbi Shlomo Raskin,  
- Historische Führungen zum jüdischen Leben in Tann,
- Die Bedeutung von Synagogen, Mikwen und Friedhöfen
- Ein Klezmerkonzert mit Yerlos Vey  
- Chorveranstaltung zu Synagogen-Gesängen,
- Historischer Konzertabend zu dem Minnesänger Süßkind von Trimberg und zu den verbrannten Dichtern in der Nazi-Zeit,
- Begegnungen mit der jüdischen Vergangenheit Tanns. Erinnerungen von Zeitzeugen. Wie aktuell ist der Antisemitismus in der Rhön?
 
Träger der Ausstellung sind die Stadt Tann (Rhön), der Kultur- und Geschichtsverein Tann sowie der Bildungsverein Zukunft Bildung Region Fulda e.V.
 
Die Eröffnungsveranstaltung mit Tanns Bürgermeister Mario Dänner, dem Vorstandsmitglied des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Hessen, Prof. Dr. Alfred Jacoby, und einer Einführung von Dr. Michael Imhof vom Verein Zukunft Bildung findet am Donnerstag, den 22. Juni 2017 um 18.00 Uhr im Naturmuseum Tann statt. Weitere Informationen erhält man auch bei der Tourist-Information Tann unter Telefon-Nr. 06682/9611-11 oder -12. Eintritt: Museumsticket zzgl. 1,- €

 

                              

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